Freie Erzieherstellen besetzen - Ausschreibungen breiter streuen - mit Weiterbildung werben

node metatags
Kinder, Jugend
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Die Anzahl der Erzieher ist theoretisch ausreichend, jedoch gibt es einen großen Anteil an nicht besetzten Stellen. Auf der Norderstedter Internetseite sind aktuell 11 Angebote für Erzieher/ Sozialpädagogische Assistenten zu finden.

Das führt zu einer schlechten Ausstattung der Kindergärten mit Personal und hat bereits Folgen:
Diverse Aktivitäten können nicht stattfinden, hohe Belastung der Erzieher, mangelhafte Förderung für
Integrationskinder aber auch wenig Angebote für Regelkinder, keine schul-vorbereitenden Maßnahmen, Gruppenschließungen...

Laut der Stadt liegt die schlechte Besetzung am Mangel an Bewerbern auf die Stellenangebote. Hier ist nun die Fachabteilung gefragt, die Ausschreibungen interessant zu gestalten, unterschiedliche Medien zu nutzen und auch über die Stadtgrenzen hinaus Anstrengungen zu unternehmen. Denn bisher sind die Stellen nur auf der Norderstedter Internetseite beworben worden. Bei den Stellen handelt es sich außerdem um viele zeitlich sehr eng befristete Angebote. Das motiviert nicht zu einer Bewerbung.

Interessant hingegen wäre die Werbung mit Weiterbildungsmöglichkeiten neben der Arbeit. So kann die Möglichkeit entstehen, Erzieher an die KiTa zu binden. Das ist allerdings bisher nicht vorgesehen. Fortbildungswillige Mitarbeiter müssen den Kindergarten verlassen. Ebenso solche, die auf eine Teilzeitstelle angewiesen sind. Die finden interessante Angebote bei nicht-städtischen Trägern. Wenn die Stadt hier nicht aktiv wird und die zuständigen Stellen nicht endlich Ihre Bemühungen verstärken, bleiben nicht nur offene Stellen frei sondern wandert auch mehr qualifiziertes Personal ab.

Und Norderstedt möchte doch sicher weiterhin mit seinem familien-freundlichen Ruf werben. Passt das zu einem schlechten Betreuungsangebot für Kinder?

Hinweise der Verwaltung

Stellungnahme der Verwaltung

Es ist richtig, dass es zurzeit im pädagogischen Bereich bundesweit einen Fachkräftemangel gibt. Vereinzelt ist es dadurch in städtischen Kindertagesstätten zu Engpässen gekommen, die Maßnahmen nach sich zogen, um den Gesamtbetrieb zu sichern.

Es werden Anstrengungen unternommen, um freie Stellenangebote bekannt zu machen (z.B. Schreiben an alle Schulen im Umkreis, die Erzieherinnen und Erzieher ausbilden).

Es ist nicht richtig, dass fortbildungswillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Stadt verlassen müssen. Zum einen hat jede Kita ein großzügig bemessenes Fortbildungsbudget zum anderen bietet die Beratungsstelle für Kindertagesstätten ein breites Angebot an Fortbildungsangeboten. Bei berufsbegleitenden Weiterbildungswünschen wird im Einzelfall nach Lösungen gesucht. Teilzeitwünschen aufgrund von familiären Verpflichtungen wird immer entsprochen.

Es kann von dieser Stelle nicht nachvollzogen werden, dass Norderstedt ein schlechtes Betreuungsangebot für Kinder anbietet. Die städtischen Kindertagesstätten werden regelmäßig evaluiert und sind alle mit dem deutschen Kindergartengütesiegel ausgestattet.

wird nicht umgesetzt

Kommentare

Die Erzieher z.B. in Kitas erhalten nur Zeitverträge (Laufzeit z.B. 1 Jahr). Wer will da schon anfangen, wenn man nur 1 Jahr Planungssicherheit hat. Es geht nur über unbefristete Verträge. Dann kann die Einrichtung planen und die Erzieher auch.

Würde man die Bezahlung auf Hamburger Niveau anheben, würden die Erzieher nicht alle dorthin gehen...

Wie wäre es mit attraktiverem Gehalt für die Erzieher, solange Hamburg und das Umland mehr zahlt, kommt keiner. Und wer lässt sich bei der Bezahlung, dem Stress und der Verantwortung noch ausbilden???